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Stazzi - Kultur
Unter stazzi versteht man Bauernhöfe, wie sie in der Gallura seit dem 18. Jahrhundert entstanden sind: schlichte, rechteckig angelegte, meist weißgetünchte Häuschen, auf einer lichten Anhöhe stehend, von weitläufigem Terrain umgeben, das von Natursteinmauern eingefasst und in Weide- und Anbauflächen untergliedert ist
Unter stazzo versteht man daher nicht nur das Wohngebäude an sich, sondern auch den landwirtschaftlichen Betrieb mit seinen verschiedenen Tätigkeitsfeldern von Tierhaltung (Rinder, Ziegen, Schweine und Bienen) über Anbau ( Korn, Gemüse und Wein), bis hin zu Waldwirtschaft und handwerklicher Produktion, Bereiche die die Selbstversorgung des Gehöfts sicherstellen sollten.
Mehrere Gehöfte in einem größeren Tal bildeten eine Art Dorfgemeinschaft, "cussogghja" genannt, die dem sozialen Austausch und der gegenseitigen Unterstützung in der Arbeitswelt diente.
Heute hat die cussogghja ihre soziale Bedeutung weitgehend verloren, da leider in den letzten Jahrzehnten immer mehr stazzi- Gehöfte der isolierten Lage wegen, aber auch aufgrund finanzieller Probleme aufgegeben wurden.
So ist heute in der Gallura "Tourismus auf dem Lande" gleichbedeutend mit Erhalt und Aufwertung der alten stazzi - Gehöfte geworden, die Aufgaben wie Landschaftspflege, Aufrechterhalten traditioneller Feste und galluresischer Gastlichkeit, sowie die Herstellung von Naturprodukten garantieren und fördern sollen.
Unsere Initiative ist tief in dieser Stazzi-Kultur verwurzelt.
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